Erſtes Capitel.
Es iſt acht.
Jondon im Mondſchein! London in einer Juni⸗ nacht! Es hat ſich eine Meinung auf dem Continent ver⸗ breitet, als ob London eine traurige und unerquickliche Häuſermaſſe ſei; ein wüſtes Straßenmeer, feucht, ſchmutzig, nebelig, voll unaufhörlichen Lärmens, bei Tag und bei Nacht, voll ſchwerer Frachtkarren, die durchein⸗ anderrollen, voll menſchenbepackter Omnibuſſe, die mo⸗ noton ihres Weges raſſeln, voll verdrießlicher Kaufleute, welche ſteinreich ſind und voll gefährlicher Spitzbuben,
die den Fremdling ausplündern.
O, wie wenig kennen die Leute London, welche weiter Nichts von ihm wiſſen! Und' wie verſchieden da⸗ von iſt das London, welches wir ihnen jetzt zeigen wollen.
Seht! wie es daliegt mit ſeinen tauſend und aber⸗ tauſend bunten Lichtern unter dem warmen, mattblauen Nachthimmel; wie das Mondlicht voll und üppig um ſeine Parks, ſeine Paläſte, ſeine Kirchenthürme fluthet!


