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es bricht über mir zuſammen! Ungeheure Schwierigkeiten thürmen
ſchreit ſich gegen daſſelbe auf, und ich habe kein Leben mehr vor mir, keinen 1. Es Raum für meine erlöſchende Kraft. Drei meiner Länder in Aufruhr, nicht und nur die äußerſte Gewalt wäre im Stande, ihn zu dämpfen. Oh,
mein Gott, warum muß ich grade jetzt ſterben, warum darf ich nicht drückte noch einige Monate leben, nur ſo lange, bis ich meinem Reich wieder dann Ruhe gegeben! Denn ſo kann ich es, ſo darf ich es meinem Nach⸗ 8 Ca⸗ folger nicht hinterlaſſen, kann ihm dieſe Erbſchaft der Revolution nicht chmerz, auferlegen. Ich muß es verhüten, daß mein Staat zuſammenbricht,
ich muß es verhüten, denn ich habe es verſchuldet. Oh, und es giebt kaiſer⸗ dazu nur Ein Mittel, ein furchtbares, martervolles Mittel, aber ich ühr im muß es ergreifen, ich muß widerrufen!
Er ſchauderte in ſich zuſammen, und legte ſeine beiden Hände unter⸗ über ſein ſchmerzzuckendes Angeſicht. Lange ſaß er ſo da, tief gebeugt, te Un⸗ leiſe ſtöhnend und wimmernd, ringend mit ſeiner Qual. Große U mir's Thränen rannen zwiſchen ſeinen Fingern hervor, ſeine ganze Geſtalt ntſchluß erbebte im Krampf des Schmerzes. Einmal ſchrie er laut auf vor ungeheurer Seelenpein, und hob ſein zuckendes Antlitz jammernd zum landen, Himmel empor, dann ſenkte er es wieder nieder in ſeine Hände, und elaͤuten kroch ſchmerzvoll in ſich ſelbſt zuſammen. graben, Dann nach einer langen, langen Stunde der Qual ließ er lang⸗ er Ahn, ſam ſeine Hände von ſeinem Geſicht gleiten, das jetzt farblos und mich bleich war, wie das eines Todten.
Ich ſoll Jetzt iſt's vorüber, ſagte er mit zitternden Lippen, der Kampf iſt ich oll ausgekämpft, das Opfer iſt gebracht. Alle meine Werke, meine Ge⸗ z, mein ſetze und Einrichtungen ſollen mit mir niederſteigen in mein Grab, 1 ſolche und wenn ſie es über mir ſchließen, wird keine Spur von mir zurück⸗ s ich ſ bleiben. Ich will meinem Vaterland und meinem Nachfolger dies , letzte Opfer darbringen, ich will widerrufen!
eiunzi Er griff nach der Klingel und ſchellte heftig, und befahl dem nen 6, eintretenden Kammerdiener, den Cabinetsrath aus der Kanzlei herbei⸗ 4 u zurufen, denn ſeine Stimme hatte nicht mehr die Kraft zu rufen.
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Jetzt, ſagte er, als der Kanzleirath eintrat, jetzt wollen wir ar⸗ beiten! Meine Hand iſt leider zu ſchwach, die Feder zu führen, Sie werden Alles für mich ausarbeiten müſſen. Zuerſt die Antwort für die Ungarn. Ein Manifeſt ſetzen Sie auf, in dem ich alle die
er hoben
hin, ich
0 Uenden,


