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Kaiſer matt. Ich habe Sie rufen laſſen! Ich habe einen ſchlimmen Prozeß mit meiner Bruſt und möchte gerne wiſſen, wer ihn gewinnen wird.*) Sie ſollen mir das ſagen, Quarin!
Was ſoll ich Ew. Majeſtät ſagen? fragte der Arzt zögernd.
Der Kaiſer ſah ihm mit ſeinen großen, fieberglühenden Augen feſt in's Antlitz. Quarin, Sie wollen mir ausweichen, Sie haben mich aber ganz gut verſtanden. Sie ſollen mir ſagen, wer in dem Prozeß, den ich mit meiner Bruſt habe, gewinnen wird, der Tod oder ich? Und damit Sie dazu alle nöthigen Beweisſtücke haben, nehmen Sie das!
Er zog ſein Taſchentuch, das er vorher ſo haſtig in ſeinen Buſen geſteckt, hervor und legte es auf den Tiſch. Dieſes Tuch war dunkel⸗ roth gefärbt.
Blut! rief der Arzt erbebend. Ew. Majeſtät haben Sich verwundet?
Ja, innerlich, tief im Herzen, ſagte Joſeph. Die Ungarn haben mir vorher den Todesſtoß gegeben. Das Blut, das von meinen Lippen gequollen iſt, zeugt davon! Sehen Sie mich nicht ſo trau⸗ rig an, Doctor, laſſen Sie uns wie Männer, die den Tod nicht fürchten, zu einander ſprechen. Sehen Sie mir feſt in's Auge, und dann ſagen Sie mir, Doctor, glauben Sie, daß ich geneſen kann?
Warum ſollten Ew. Majeſtät nicht geneſen können? ſagte der Arzt langſam. Sie ſind ja noch ſo jung, Sire, haben eine ſo ge⸗ ſunde Natur!
Keine Gemeinplätze, Quarin, keine Umſchweife, rief der Kaiſer ungeduldig. Ich will die Wahrheit, hören Sie, die Wahrheit. Ich darf mich von dem Tod nicht überraſchen laſſen, denn ich habe für ein ganzes Volk zu ſorgen, ich muß mein Haus beſtellen, muß alle meine Verhältniſſe ordnen! Und ich ſage Ihnen, ich fürchte den Tod nicht, er erſcheint mir nach einem qualvollen Leben als ein rechter Tröſter und Freund. Deshalb, Ouarin, zögern Sie nicht, ſagen Sie es frei heraus, ich fordere Sie dazu auf als Ihr Kaiſer und Ihr Herr: iſt meine Krankheit gefährlich?
Er ſah den Arzt mit großen, durchdringenden Augen an; dieſer
7 *) Des Kaiſers eigene Worte. Siehe: Charakterzüge Joſeph II. S. 14 3 9 9 3 Joſep


