Teil eines Werkes 
3. und letzte Abtheilung, Kaiser Joseph als Selbstherrscher : 4. Band (1857)
Entstehung
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vr. hielt ich wieder einen Brief von Günther. Er ſchrieb mir, er befinte Auſer ſich in drückender Geldverlegenheit, denn Rahel ſei verwöhnt und be⸗ ann hi dürfe gar Vielerlei, was ſeine Mittel erſchöpft habe. Da ich ſeinen 1 fir n erſten Vorſchlag abgelehnt habe, ſo wolle er mir jetzt einen anderen V Ab a machen. Er könne mir vielleicht in den nächſten Tagen irgend einen bek le Dienſt erzeigen, der mir viel Gewinn tragen könne, ob ich ihm dafür geſtaft die und die Summe zahlen wolle. wieder! Tauſend Ducaten, nicht wahr? Mann! Ich weiß nicht mehr, wie viel? Es ſteht hier in dem Brief ver⸗ jenigen

zeichnet, wenn Ew. Majeſtät nachſehen wollen! käme, Und er reichte dem Kaiſer ein zweites Papier dar. keine(

Es iſt ſo, es iſt ſo, rief Joſeph ſchmerzvoll, nachdem er dies Pa⸗ V pier geleſen, er fordert tauſend Dukaten für den Dienſt, den er Ihnen Sit ſol

leiſten will! Einem

Eskeles Flies ſteckte die Papiere ruhig wieder in ſeinen Buſen. Deiſtin

Ich trage dieſe Briefe immer bei mir, damit ich ſicher bin, ſie nicht d

zu verlieren. Denn wenn meine Rahel einſt zu mir zurückkehrt, will das N

ich ihr dieſe Documente zeigen, damit ſie dadurch völlig geheilt werde Rahel

von ihrer Liebe. furchtb

Und Günther erzeigte Ihnen den angetragenen Dienſt? Und er zitterne

erhielt von Ihnen die tauſend Ducaten? ich klac

Ja, er erhielt die tauſend Ducaten, Sire. mus a

Jetzt alſo werden Sie es nicht mehr leugnen, es war Günther, gezogen

welcher Ihnen mein Staatsgeheimniß verrieth? 3

Ew. Majeſtät werden Sich ja entſinnen können, welchen von Ihren welche

Secretairen Sie mit der Ausarbeitung dieſes Reſcripts beauftragt F

haben! bekenn

Der Kaiſer ſeufzte ſchmerzlich. Ich wußte es, murmelte er leiſe, witd g

ich wußte es, und dennoch thut es weh, denn ich habe ihn wahr⸗ zuführ

haft geliebt! 3

Ich habe meine Tochter Rahel auch geliebt, ſagte Eskeles Flies zum a

mit leiſer, zitternder Stimme. Dieſer Menſch hat ſie mir geſtohlen, S

entehrt und geſchändet, er hat ihr Herz dem Glauben abgewendet und btſchw

ſte zu einer Deiſtin gemacht! und d

Sie ſollen Ihre Tochter wieder haben, und Günther ſoll geſtraft mir,

werden, wie es ſein Verrath und ſein Verbrechen verdient, rief der neine