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vr. hielt ich wieder einen Brief von Günther. Er ſchrieb mir, er befinte Auſer ſich in drückender Geldverlegenheit, denn Rahel ſei verwöhnt und be⸗ ann hi dürfe gar Vielerlei, was ſeine Mittel erſchöpft habe. Da ich ſeinen 1 fir n erſten Vorſchlag abgelehnt habe, ſo wolle er mir jetzt einen anderen V Ab a machen. Er könne mir vielleicht in den nächſten Tagen irgend einen bek le Dienſt erzeigen, der mir viel Gewinn tragen könne, ob ich ihm dafür geſtaft die und die Summe zahlen wolle. wieder! Tauſend Ducaten, nicht wahr? Mann! Ich weiß nicht mehr, wie viel? Es ſteht hier in dem Brief ver⸗ jenigen
zeichnet, wenn Ew. Majeſtät nachſehen wollen! käme, Und er reichte dem Kaiſer ein zweites Papier dar. keine(
Es iſt ſo, es iſt ſo, rief Joſeph ſchmerzvoll, nachdem er dies Pa⸗ V pier geleſen, er fordert tauſend Dukaten für den Dienſt, den er Ihnen Sit ſol
leiſten will! Einem
Eskeles Flies ſteckte die Papiere ruhig wieder in ſeinen Buſen. Deiſtin
Ich trage dieſe Briefe immer bei mir, damit ich ſicher bin, ſie nicht d
zu verlieren. Denn wenn meine Rahel einſt zu mir zurückkehrt, will das N
ich ihr dieſe Documente zeigen, damit ſie dadurch völlig geheilt werde Rahel
von ihrer Liebe. furchtb
Und Günther erzeigte Ihnen den angetragenen Dienſt? Und er zitterne
erhielt von Ihnen die tauſend Ducaten? ich klac
Ja, er erhielt die tauſend Ducaten, Sire. mus a
Jetzt alſo werden Sie es nicht mehr leugnen, es war Günther, gezogen
welcher Ihnen mein Staatsgeheimniß verrieth? 3
Ew. Majeſtät werden Sich ja entſinnen können, welchen von Ihren welche
Secretairen Sie mit der Ausarbeitung dieſes Reſcripts beauftragt F
haben! bekenn
Der Kaiſer ſeufzte ſchmerzlich. Ich wußte es, murmelte er leiſe, witd g
ich wußte es, und dennoch thut es weh, denn ich habe ihn wahr⸗ zuführ
haft geliebt! 3
Ich habe meine Tochter Rahel auch geliebt, ſagte Eskeles Flies zum a
mit leiſer, zitternder Stimme. Dieſer Menſch hat ſie mir geſtohlen, S
entehrt und geſchändet, er hat ihr Herz dem Glauben abgewendet und btſchw
ſte zu einer Deiſtin gemacht! und d
Sie ſollen Ihre Tochter wieder haben, und Günther ſoll geſtraft mir,
werden, wie es ſein Verrath und ſein Verbrechen verdient, rief der neine


