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Alles allein thun, er rechne auf die Hülfe ſeiner ungariſchen Bauern; ſte müßten vollenden, was er angefangen, ſie müßten ſelber Hand an's Werk legen, und ſich bethenen, als Männer. Der Kaifer habe ihnen die Wege gezeigt und gzebnet, auf denen ſie wandeln ſollten, der Kaiſer wolle, daß ſie Alle frei würden, frei, reich und glücklich!
Und wenn Horja mit begeiſterler Stimme, mit blitzenden Augen, mit der flammenden urſprünglichen Beredſamkeit des Naturſohnes ſo ſprach, ſo hörten ihm die ungariſchen und ſiebenbürgiſchen Bauern zu mit ſtaunendem Entzücken, und ſeine Worte dünkten ihnen wie himmliſche Muſik, welche ſie zuweilen in den Träumen einer entzückenden Nacht vernommen, die ſie aber niemals noch mit wachenden Ohren gehört hatten.
Der Bauer ſoll frei ſein, glücklich und reich! Das war das Zauberlied, das überall jetzt erklang durch Hütten und Thäler, das die Ziegenhirten vernahmen auf den höchſten Spitzen des Tatragebirges, und die Bergleute in den unterſten Schachten der Bergwerke, und dieſes Zauberlied wirkte auf ſie Alle, wie das Lied des Arion, ſie fühlten ſich von ihm angezogen, ſie mußten ihm folgen, ſie konnten nichts anders mehr denken, wollen und hören, als nur dies.
Horja war der Arion, der dem Bauer in Ungarn und Sieben⸗ bürgen dieſes Zauberlied ſang, und um Horja ſammelten ſich die jauchzenden, begeiſterten Schaaren, welche von allen Seiten herbei⸗ ſtrömten, um das zu vollenden, was der Kaiſer angefangen, und ihm zu helfen, ſein Werk zu Stande zu bringen. 4
Horja ſagte ihnen, der Kaiſer hat geſagt, wir ſollen frei, glücklich und reich werden. Frei und darum glücklich hat uns der Kaiſer ge⸗ macht, das Dritte aber ſollen wir uns ſelber ſchaffen. Reich ſollen wir uns machen durch unſere eigene Macht! Unſer Reichthum liegt in den Schlöſſern der Edelleute. Sie müſſen mit uns theilen, der Kaiſer will es ſo. Der Kaiſer iſt ein Feind der ſtolzen Edelleute, aber ein Freund des armen Volks; er will den Cdelleuten daher ver⸗ gelten, was ſie ſeit Jahrhunderten Böſes an uns gethan, er will dem armen Volk vergelten, was es ſeit Jahrhunderten Böſes zu leiden gehabt. Auf den Schlöſſern der Edelleute liegt unſer Reichthum!
Und wenn das arme, ſo lange an Knechtſchaft, Armuth und Elend gewöhnte Volk noch zweifelte und zauderte, ſo zeigte ihnen
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