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auferlegen, daß meine Töchter ſich ſelber ihr Brod erwerben und eilte, W dienſtbar werden ſollen! ſagte lau Und warum nicht? Diene ich nicht auch? Diene ich nicht Ihnen Sof 3 und allen Denen, die da draußen meiner warten? Verdiene ich nicht eines Mi auch mein Brod und werde dafür von meinem Volk bezahlt? Nie⸗ tief und mand iſt zu gut zur Arbeit, und da der alte Adel Ihrer Töchter ſie Kei nicht vor Mangel ſchützen kann, ſo darf er ſte auch nicht von der im Audi
Verpflichtung zur Arbeit befreien. üͤberfluſ Oh, Majeſtät, ſo erbarmen Sie Sich wenigſtens meines Sohnes! ſehe, R Er iſt doch der einzige Sohn eines Mannes von großen Verdienſten Ja, und von untadelhaftem adlichen Herkommen. ſeligen; Hat er etwas gelerut? Hat er eine Carridère eingeſchlagen? Verordn
Er hat die Erziehung eines Edelmannes erhalten, Sire! Wir Wi konnten nicht denken, daß mein Gemahl ſo früh ſterben würde, bevor
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er ſeinen einzigen Sohn verſorgt hatte. Jetzt, da er nichts mehr für 4 ihn thun kann, entſchloß ſich mein Sohn, Officier zu werden. Aber gſtern auch da legt man ihm Schwierigkeiten in den Weg; man verlangte, Kenntn
daß er ein Examen mache, und da er die ihm vorgelegten Fragen d. 3
nicht alle genügend hat beantworten können, verweigert man ihm ein 3
Officiers⸗Patent. Oh, Majeſtät, erbarmen Sie Sich wenigſtens einut
meines Sohnes, und geben Sie ihm um ſeines Vaters und ſeines Jaßs.
Standes willen eine Compagnie unter Ihren Fußvölkern! G h⸗
Madame, rief der Kaiſer ernſt, man kann der Sohn eines aus⸗ thßt
gezeichneten Vaters ſein, ohne die geringſte Anlage zum Officier zu 3 3
haben, man kann ein Cavalier von guter Familie ſein, ohne andre Ahuer
Verdienſte zu haben als die, daß man durch ein Spiel des Zufalls ſprach
ein Edelmann geworden iſt!*) Da Ihr Sohn ſein Eramen nicht hat 6
machen können, ſo kann er nicht Officier werden und muß ſich damit und er
begnügen, ein Edelmann und nichts als ein Edelmann zu ſein!.
Leben Sie wohl! Sie wiſſen, meine Zeit iſt beſchränkt! Es thut vprach
mir leid, Ihnen nicht dienen zu können, aber ich muß gerecht ſein, den St und kann daher Ihre Bitte nicht erfüllen! R. . Die Präſidentin, in Thränen ausbrechend, verneigte ſich und rias 8 Jo
*) Des Kaiſers eigene Worte. Siehe: Briefe Joſeph II. Seite 108.


