Teil eines Werkes 
3. und letzte Abtheilung, Kaiser Joseph als Selbstherrscher : 1. Band (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

zill der t mehr

ſch das ter er⸗ ut auf

rahruf, en vor einge⸗

it war. ldaten, ergriff. denn König n Er⸗

ſanften , als ſt für

ſeine itt König,

nn

nachen⸗ unſere zunger harren krank⸗

ukunft unſere

105

Pferde noch lange hungern ſollen, ſo ſterben ſie, und es iſt ein Un⸗ recht vor Gott und den Menſchen, wenn man das arme Vieh, das ſich nicht ſelber helfen kann, hungern läßt, und darum, Herr König, darum ſind wir hergekommen, und flehen Euch an. Fourage! Gebt uns Fourage für unſere Pferde!

Das ganze Corps brüllte und ſchrie es nach: Fourage! Gebt

uns Fourage für unſere Pferde!

Und immer wilder, immer fanatiſcher ward dieſer Ruf, denn mit Entſetzen hatten die Soldaten geſehen, daß der König ſein Fenſter geſchloſſen hatte, und in den Hintergrund ſeines Zimmers zurück⸗ getreten war. Die Verzweiflung gab ihnen Rieſenkräfte, wie Donner rollte ihr Ruf: Fourage! Gebt uns Fourage für unſere Pferde!

Auf einmal rief eine machtvolle gebieteriſche Stimme: Still Ihr Alle! Still ſage ich!

Sie kannten Alle dieſe Stimme gar wohl, dieſe Stimme, welche ſte ſo oft zu Siegen und Schlachten geführt, und vor der ſie auch jetzt mit erzitterndem Herzen verſtummten.

Da dicht vor ihnen, auf der kleinen, aus elenden Feldſteinen aufgeführten Treppe, die zur Thür des Hauſes führte, ſtand der König, und hinter ihm drängten ſich ſeine Generäle und Adjutanten in buntem Gemiſch durch einander, und von allen Seiten drängten ſich die Stabs⸗ officiere herbei, und ſtellten ſich zu beiden Seiten des Königs neben der Steintreppe auf.

Sire, ſagte einer der Generale leiſe zu dem König, ſollen wir die Empörer mit Gewalt forttreiben?

Ein zorniger Blick des Königs traf den Fragenden wie ein zer⸗ ſchmetternder Blitz.

Und warum ſollten wir das? fragte er ſcharf. Warum wollten wir meinen armen Soldaten das Recht nehmen mir ihre Klagen mitzutheilen, da das Ohr meiner Generäle taub und verſtopft dagegen zu ſein ſcheint? Sprecht, meine Kinder, ſprecht, was wünſcht Ihr von mir? 3

Futter für unſere Pferde, Herr König, denn unſere Pferde fallen um, wie die Fliegen!

Der König wandte ſich wieder ſeinen Generälen zu. Seht, ſagte

er, ſie zornig anblickend, dieſe braven Leute fordern nichts für ſich,