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Wir werden uns dieſe wohl gegenſeitig gewähren können, ſagte der König milde. Aber jetzt, mein Bruder, bitte ich Sie, der Königin Ihren Arm zu reichen und ſich von ihr führen zu laſſen. Sie wollen nicht bei uns wohnen, aber Sie haben mindeſtens verſprochen, an unſerm Tiſch unſer Gaſt zu ſein. Kommen Sie alſo! Wir wollen heute ganz en famille ſpeiſen. Meine Brüder und Schweſtern erwar⸗
ten uns und glühen vor Verlangen, den Grafen von Fallkenſtein zu begrüßen!
VI. In Paris.
Vor dem kleinen Hôtel Turenne in den Straße Bivienne hielt ein kleiner Fiaere. Der in demſelben befindliche Herr ſchwang ſich leicht aus dem Wagen hervor, und war im Begriff in das Haus einzutreten, als der Wirth, die beiden Hände tief hineingeſenkt in die Taſchen ſeiner Beinkleider, die geſtickte Hausmütze nachläſſig über die Stirn gedrückt, ihm den Weg verſperrte, und ihn mit barſcher Stimme fragte, was er ſuche.
Nun, ich ſuche, was jeder Fremde hier zu ſuchen berechtigt iſt, ſagte der Fremde lächelnd, indem er auf das Schild über der Hausthür deu⸗ tete, ich ſuche hier Quartier!
Und das iſt gerade dasjenige, was Sie hier nicht finden können, rief der Wirth mit einer ſtolzen Kopfbewegung. Mein Haus iſt in den nächſten Wochen durchaus nicht im Stande, Gäſte aufzunehmen, ſelbſt nicht, wenn ſie ein ſo angenehmes und gewinnendes Aeußere haben, wie Sie, mein Herr!
Dann müſſen Sie das Schild abnehmen, ſagte der Fremde miß⸗ muthig. Wenn man die Reiſenden durch ein Schild anlockt, muß man auch die Mittel beſitzen, ihren gerechten Anſprüchen genügen zu können! Ich fordere alſo noch einmal ein Zimmer von Ihnen, mein Herr! Ich ſage Ihnen, daß es unmöglich iſt, Ihnen ein ſolches zu geben.
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