Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Kaiser Joseph und Marie Antoinette : 3. Band (1857)
Entstehung
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unſchuldiges ungen unter⸗ en fragenden

Sie glauben alſo, daß ſich noch öfter dergleichen Beſchimpfungen unter den Briefen finden werden? fragte die Königin. Und Sie mei⸗ nen, ich ſollte feig ſein, ihnen auszuweichen? Nein, Sire, ich will nicht, daß mir etwas verheimlicht werde. Ich habe den Muth, jeder Ver⸗

r, und erro⸗ leumdung in's Auge zu ſchauen, und ihr meine Stirn zu bieten, denn

von dem was meine Stirn iſt rein.

nd ich meine, Ja, das iſt ſie, ſagte der König bewegt, ſie iſt rein von jeder 5 Schuld, und keine andern Schatten werden jemals darüber hinziehen,

ie auf dieſe als dieſe Staubwolken, welche die Verleumdung darauf wirft! Suchen

wir dieſem Staub alſo auszuweichen, halten wir uns in unnahbarer Ferne von der Menge, daß ſie keine Gelegenheit findet, uns er⸗

in heflig, Dich reichen, und uns mit Staub zu umdüſtern. von Ihnen, Ah, Sire, rief die Königin, aber wie können wir uns vor denen mer und De ſchützen, welche uns ſo nahe ſtehen, daß wir uns vor ihnen nicht ab⸗ üthig geweſen ſchließen können oder dürfen? welchem mein Der König zuckte leicht zuſammen, und ſein ängſtlicher Blick begeg⸗ ſung gegeben nete den Augen der Königin, die feſt auf ihm ruhten. geleſen.) Sie fragen mich nicht um den Sinn meiner Worto, ſagte ſie mit ger durfte es einem ſchmerzlichen Lächeln, das beweiſt, daß Sie mich verſtanden haben! 3 Und mit einer haſtigen Bewegung das Taſchentuch von den Pa⸗ en, wenn 65 pieren zurückziehend, nahm ſie ein Papier und reichte es dem König dar. en ſich inner Sire, dies iſt das Couvert, in welchem man mir das Libell le u machen! lever le Taurore zuſandte. Die Adreſſe iſt mit verſtellter Handſchrift zzzuſenden. geſchrieben, aber ich frage Sie auf Ihre Ehre, Sire, erkennen Sie dennoch itſchriften, nicht dieſe Handſchrift? Ich weiß nicht, ſagte der König verwirrt, ich kann mich täuſchen, richt mohr aber a Bets ab⸗. Nein, Sie täuſchen Sich nicht, unterbrach ihn die Königin heftig, * es iſt die Handſchrift des Grafen von Provence, Ihres Bruders, Sire. Er iſt es, welcher ſich die boshafte Freude bereitete, mir dieſes ſchmutzige Dande und heſchimpfende Libell zuzuſenden, und ich bin überzeugt, daß Er es ung der er auch War, der es Ihnen mittheilte. es lemals ſihen haben Recht, mein Bruder hat das gethan, aber er that es der 1 ſiccherlich nur in guter Abſicht, ſagte der König raſch, nur um uns zu

warnen, Hamit wir vielleicht ein wenig vorſichtiger werden, und bei un⸗