Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Kaiser Joseph und Marie Antoinette : 3. Band (1857)
Entstehung
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n auch eine Große und ern und zu gen Regeln, it aus den geſucht hat, denen Krone Volk zeigen, zadin, keiner unz und die ten, ſondern ſich äußert. ten geweſen die Mario⸗ um ihrer verhüllt vor ugend liebt,

eine fanfte umwandte, bür ſtand, es Königs berraſchen, ernommen.

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Wiſſen Sie, Antoinette, was mich herführt? fragte er heiter. Die Todesangſt der Frau Oberhofmeiſterin, der guten Madame Eti⸗ quette. Ich begegnete ihr im großen Vorſaal, und ſie beichtete mir, daß ſie das unverzeihliche Verbrechen begangen, die Königin mit dem Geſandten einer auswärtigen Macht allein zu laſſen. Um die Oberhof⸗ meiſterin zu beruhigen, verſprach ich ihr, ſelber hieher zu gehen, um einer ſo gefährlichen Converſation ein Ende zu machen, und da bin ich nun!

Ach, ſagte Marie Antoinete mit einem reizenden Schmollen, Ew. Majeſtät ſind alſo nur gekommen, um der Madame Etiquette einige Vapeurs zu erſparen, nicht aus freiem Antrieb und in der Abſicht mich zu ſehen?

Das heißt, ſagte der König verlegen, im Bewußtſein, eine Unge⸗ ſchicklichkeit begangen zu haben, das heißt, ich benutzte es als Vorwand, um zu Ihnen zu gehen.

Oh, Ew. Majeſtät bedürfen nie eines Vorwandes, um zu mir zu kommen, ſagte Marie Antoinette raſch.

Diesmal doch, denn ich habe da ein allerliebſtes Téte-à-téte un⸗ terbrochen, rief der König lächelnd, indem er dem Geſandten raſch einige Mal zunickte. Der Herr Geſandte wird ſicherlich ſehr böſe auf mich ſein!

Der Herr Graf hat mir Briefe von der Kaiſerin gebracht, ſagte Marie Antoinette raſch. Und denken Ew. Majeſtät nur, es ſind dies ſchon Glückwunſchbriefe zu unſerer Thronbeſteigung.

Der König lächelte nur, und ſchien durchaus nicht verwun⸗ dert zu ſein.

Sie ſind gar nicht überraſcht, mein Gemahl? fragte die Königin. Sie halten den Grafen Mercy nicht für einen Zauberer?

halte ihn für einen ſehr treuen, ſehr ergebenen und ſehr ge⸗ wandten nd und Diener Ihres Hauſes, ſagte der König ernſt. Ich ich glücklich ſchätzen, wenn auch wir ſolche Freunde und Diener beſäßen. Aber über das Gratulationsſchreiben wundere ich mich gar nicht, denn der Courier, durch welchen der Herr Graf ſeinem Hof den Tod des Königs anzeigte, iſt ja ſchon vor acht Tagen abgegangen.

Wie, Ew. Majeſtät wiſſen das? fragte die Königin erſtaunt..