Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Kaiser Joseph und Marie Antoinette : 3. Band (1857)
Entstehung
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iicht zur Rechenſchaft zu ziehen, welche die Dauphine beleidigt und ge⸗

ört, kränkt haben! 4 1

ich Ich hoffe, daß man mich nicht beſchuldigen wird, jemals zu dieſen gehört zu haben, rief der Fürſt, welcher jetzt zum erſten Mal in dieſer

piel Unterredung ſeine ſtolze Würde verlor und deſſen Wangen erbleichten.

var Ich, die Kaiſerin von Oeſtereich, ich beſchuldige Sie, rief die Kai⸗

und ſerin, ihren drohenden Arm gegen den Fürſten erhebend.

ber Aber zu einer Beſchuldigung bedarf es der Beweiſe, ſagte der.

ing Fürſt heftig. Wann habe ich mich jemals feindlich gegen die Dauphine 8

auf bewieſen? Denn unmöglich können Ew. Majeſtät die Mahnungen,

uch welche ich zu gutem Zwecke an Ew. Majeſtät in Betreff auf die Dau⸗

übe phine zu richten wagte, als Beſchuldigungen und Anklagen betrachten

ibt, wollen! Wodurch aber hätte ich es ſonſt gezeigt, daß ich zu den Fein⸗

o⸗ den der Dauphine gezählt werden könnte?

er⸗ Wodurch Sie das gezeigt haben, Herr Fürſt von Rohan? fragte

nt, die Kaiſerin mit zornſprühenden Augen. Dadurch, daß Sie mit den

ten Feinden der Dauphine befreundet ſind, dadurch, daß Sie Theil neh⸗

en. men an den Intriguen gegen ſie, dadurch, daß Sie dieſer Perſon,

welche zur Schmach ganz Frankreichs, ſich eine Gräfin und die Ge⸗

e⸗ 9, liebte des Königs neunen darf, in ihren elenden und boshaften Ma⸗ noeuvres hülfreich ſind, und ihr die Bmafien in die Hand geben, um ich damit mich und mein Haus anzugreifen. Oh, mein Herr, es macht 3 Ihnen, einem wirklichen Fürſten, und außerdem einem Kirchenfürſten wenig Ehre, mit dieſer Perſon, welche ihre Schande und Schmach mit ge dem erborgten Grafentitel aufputzt, in ſo vertraulichem Briefwechſel bt zu ſtehen, daß Sie es ſelbſt nicht fchenen, über die Mutter der Dau⸗ b⸗ phine zu einer Dubarry in beleidigenden Worten zu ſprechen. le Wann hüätte ich das gethan! rief der Fürſt entſetzt. Wann wäre ß ich ſo ehrlos, und, was eben ſo ſchlimm iſt, ſo lächerlich dumm gewe⸗ nd ſen, an die Gräfin Dubarry jemals ein Wort über die erhabene Kai⸗ ei ſerin Maria Thereſia zu ſchreiben! 4 4 Ah, Sie wagen es zu ſtreiten, ſagte die Kaiſerin ſtolz. Ich be: a. kenne Ihnen, daß mir an Ihrem Beifall wie an Ihrem Tadel wenig 3 i 4 gelegen iſt, und daß ich Ihnen gerade deshalb die erbetene Audienz 3 bewilligt habe, um Ihnen zu beweiſen, daß die Kaiſerin Maria The⸗ 4 3*

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