Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Kaiser Joseph und Marie Antoinette : 2. Band (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

d, aus hrhun in Er⸗ bleich, rt des rihre n un⸗ eilneh⸗ er Be

eichen

einend er der f ihre

Hkein fthat, Mitte

e ſich In Kreis

einem riſſen groß⸗ die Beruf Voll ſent⸗ hmen

das from⸗

edie

der Rector trat zu Denen, welche ihn umgaben, und reichte ihnen die Hand. Und Jeder dieſer bleichen, finſtern Männer flüſterte leiſe einige Worte, auf die der Rector leiſe eine Antwort gab.

So ſchritt der Rector immer weiter, weiter durch die Reihen der

Ordensbrüder, und als er von Jedem mit einem Händedruck Abſchied

genommen, Jedem leiſe einige Worte geſagt, trat er aus ihrem Kreis heraus, und ſchritt langſam, nur von zwei Jeſuiten begleitet, von dannen, hinein in die Menge, in deren Gewoge er bald verſchwunden war.

Und ſeinem Beiſpiel folgten jetzt die Ordensbrüder, ſchweigend und düſter verloren ſie ſich hier und dorthin, und bald war von all dieſen ſchwarzen Geſtalten nichts mehr zu ſehen, als hier und dort ein ſchwar⸗ zer, langaufgekrämpter Hut, der über den Köpfen des Volks ſich fort⸗ zubewegen ſchien, und endlich auch in der Ferne verſchwand.

Das war das Leichenbegängniß der Jeſuiten, welche ein Macht⸗ ſpruch Ganganelli's getödtet hatte, und von welchen die Wiener mein⸗ ten an dieſem Tage für immer Abſchied genommen zu haben, und von welchen die ganze Welt glaubte, daß ſie für immer geſtorben ſeien.

Sie aber wußten es beſſer, ſie glaubten nicht an ihren Tod, und die Worte, welche der Jeſuitenrector, Abſchied nehmend, zu ſeinen Brü⸗ dern geflüſtert, bezeugten das.

Wann wird unſer Orden wieder auferſtehen? hatte Jeder von ihnen gefragt.

Und Jedem von ihnen hatte der Rector geantwortet:Er wird auferſtehen, wann ſeine Zeit gekommen iſt. Harret auf dieſe Zeit! Unſterblich wie die Seele iſt der Orden Loyola's!

F