Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Kaiser Joseph und Marie Antoinette : 1. Band (1857)
Entstehung
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nicht fort von Ihrer Armee, laſſen Sie mich bei Ihnen in den Winter⸗ quartieren!

Wohl, ſagte der Kaiſer lächelnd, ich will es thun! Aber unter Einer Bedingung!

Haben Ew. Majeſtät die Gnade, mir dieſe Bedingung zu nennen! Ich nehme ſie an, ſchon ehe ich ſie kenne.

Nun denn, ſagen Sie mir jetzt den Namen Deſſen, den Sie einſt Ihren Liebling nannten, und der es jetzt nicht mehr iſt.

Sire, nur als ich glaubte, ihn verloren zu haben, durfte ich in meiner Verzweiflung es wagen, ihn meinen Liebling zu nennen, jetzt darf ich das nur thun in der Stille meines Herzens.

Sie ſind meine Bedingung eingegangen. Den Namen alſo Ihres Lieblings!

Nun denn, wenn Ew. Majeſtät es ſo wollen! Der Name meines Lieblings iſt Joſeph!

Er neigte ſich nieder auf die Hand des Kaiſers, und wollte ſie an ſeine Lippen ziehen, aber dieſer entzog ſie ihm heftig. Mit einer ungeſtümen Bewegung breitete er ſeine beiden Arme aus, und ſchaute mit Blicken voll unendlicher Liebe auf den Freund hin.

An mein Herz, mein treuer, mein wiedergefundener Freund, rief der Kaiſer mit vor Rührung zitternder Stimme. Ich auch habe einen Liebling, den ich mir verloren glaubte, und dieſer Liebling heißt Lacy!

V. Polniſche Wirthſchaft.

Die Gräfin Wielopolska war allein in ihrem Gemach. Sie ging mit haſtigen Schritten auf und ab, zuweilen vor dem großen Trumeau ſtehen bleibend, um ihre eigene, reich geſchmückte Geſtalt zu betrachten, dann wieder bei jedem Rollen eines Wagens an das Fenſter eilend, und enttäuſcht von demſelben zurücktretend, wenn der Wagen vorüberfuhr. Er kommt heute ſehr ſpät, ſeufzte ſie leiſe. Vielleicht hat er es