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Putz-mit glänzenden Augen und gerötheten Wangen, dem glücklichen Moment entgegenharrend, wo ſie mit dem wehenden Taſchentuch ihren Kaiſer begrüßen, wo ſie mit den großen Blumenſträußen, die ſie zu ſeinen Füßen wollten niederfallen laſſen, dem Kaiſer ihre Huldigung darbringen könnten.
Und endlich war dieſer glückliche Moment gekommen, endlich ver⸗ kündete das Donnern der Kanonen, das laute Jubeln des Volkes, das ſich wie eine einzige ungeheure Meereswoge die Schloßſtraße herauf⸗ wälzte, endlich verkündeten die ſchmetternden Fanfaren der Militair⸗ muſik das Annähern des ſo ſehnlich erwarteten Kaiſers!
Da kam er die Straße herauf, da, dieſer junge Mann auf dem ſchwarzen ſchäumenden Pferde, dieſer junge Krieger, der allen voraus⸗ ritt, das war Er, der Kaiſer Joſeph, die Hoffnung und die Liebe Oeſterreichs!
Tauſendſtimmiger Jubel erfüllte die Lüfte, dankend neigte ſich der Kaiſer links und rechts ſeinem grüßenden Volke entgegen, dankend hob er die Augen empor zu den Fenſtern, von welchen ein duftender Blu⸗ menregen zu ſeinen Füßen niederfiel.
Wie er eben wieder ſich neigte, ſein jauchzendes Volk zu begrüßen, fiel ein Strauß von Orangen und Purpurroſen gerade vor ihm auf den Sattelknopf nieder. Der Kaiſer lächelte, und indem er das Bou⸗ quet aufhob, richtete er ſeine Augen empor zu dem Hauſe, an wolchem er eben vorüberritt, umi der ſchönen Geberin zu danken für den ſchö⸗ nen, ſo meiſterhaft gezielten Strauß. Auf einmal nahmen ſeine greich⸗ gültig lächelnden Blicke einen lebhaftern Ausdruck an, und unwillkühr⸗ lich hielt er ſein Pferd an, um hinauf zu ſchauen zu der Frau, die da oben auf dem Balcon lehnte. Es war eine ſtolze impoſante Geſtalt, umfloſſen von einem ſchwarzen Sammetgewand, das einem Reitkleid ähnlich bis zum Halſe hinauf reichte und vorn mit großen Brillant⸗ knöpfen, die in der Morgenſonne wie Sterne funkelten, geſchloſſen war. Ihr regelmäßig ſchönes und jugendliches Antlitz war farblos und blaß, aber von jener ſchönen durchſichtigen Bläſſe, wie ſie die Venetianerin⸗ nen haben, die dem Antlitz nichts Krankhaftes und Todtes, ſondern
etwhas von der erhabenen Schönheit der Statuen verleiht. Ihr ſchwar⸗
zes, glänzendes Haar fiel zu beiden Seiten ihres Antlitzes in ſchwer
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