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fehen, ſondern ſchritt ernſt und ſtolz, einſam und allein an ſeiner Seite dahin. Im andern Zimmer harrte ihrer die Oberhofmeiſterin miteden Damen und Capalieren, welche im feierlichen Zuge dem Fürſtenpaar ſich anſchloſſen.
Ernſt uͤnd ſchweigend bewegte ſich der feierliche Zug durch die glänzenden Gemächer dahin, voran der Herzog anit den finſtern bleichen Zügen, ihm zur Seite die Prinzeſſin mit dem edlen, ruhigen, würde⸗ vollen und rührend ſchönen Angeſicht, nach dem Thronſaal hin.
In der Mitte deſſelben angelangk blieh die Prinzeſſin ſtehen, wäh⸗
rend der Herzog langſam den— durchſchritt, und auf dem Thron ſeſſel ſich niederließ. Und jetztenahten ſich der Infantin die Geſandten der Kaiſerin, jetzt trug der Graf Batthiany in feierlicher und wohlgeſetzter Rede ſeine Bitte vor, und warb im Namen des Kaiſers und der Kaiſerin um die Hand Iſabellens für den Thronfolger, den Erzherzog Joſeph.
Als der Graf ſchwieg, wandten ſich Aller Blicke auf die Infantin hin, und eine athemloſe Pauſe der Erwartung folgte. Iſabella hatte mit ſtolzer Ruhe der Rede des Grafen zugehört, ihre große dunklen
Augen waren mit ernſter Aufmerkſamkeit immer auf das Antlitz des 4 eiſerlichen Abgeſandten gerichtet, und jedes Wort, welches er ſprach, ſcchien ſie erſt zu prüfen und zu erwägen.
Jetzt, nach einer langen Pauſe, und während die Augenbrauen des Herzogs ſich ſchon finſter und zornig zuſammenzuziehen begannen, neigte ſie leiſe bejahend ihr Haupt, und ein mattes, trauriges Lächeln umzitterte ihre Lippen. Als ſie dann ſprach, hielt Jeder den Athem an, neigte Jeder ſich in geſpannter Erwartung vor, um kein Wort dieſer ſilterhellen klangvollen Stimme zu verlieren, welche jetzt, wie ein trau riges Abſchiedslied den Saal durchhallte.
Ich fühle mich ſehr geſchmeichelt, ſagte ſie, ſehr geehrt durch den auszeichnenden Vorzug über die andern Prinzeſſinnen Europa's, den die kaiſerlichen Majeſtäten mir zu Theil werden laſſen, indem ſie mich
zur Gemahlin ihres älteſten Sohnes ausgewählt haben; ich nehme dieſen 1 Voerzug an, obwohl eine ſolche Allianz weit mein Verdienſt und meine
Erwartungen überragt. Nux habe ich zu bedauern, daß die Mühe, welche ſie ſich genlacht haben, durchaus wirkungslos iſt, da ich, wie ig,


