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Bewegung ſeiner Hand den ganzen Apparat des Kammerdieners von ic ab, und deutete nur dem Friſeur mit einem gebietriſchen Fingerzeig
n, daß er einige verſchobene Locken ſeiner Perrücke wieder in Ordnung zu bringen habe.
Der Kammerdiener, anfangs ſtarr vor ſtannendem Entſetzen, trat jetzt mit entſchloſſener muthvoller Miene mit dem Staatskleid in der Hand auf ſeinen Herrn zu.
Verzeihung, Excellenz, aber der Herr Graf gehen, denke ich, zur Kaiſerin Majeſtät?
Ich gehe zur Kaiſerin Majeſtät.
Nun, dann werden doch Ew. Excellenz, der Etiquette gemäß, das große ſpaniſche Hofcoſtüm anlegen müſſen?
Müſſen? wiederholte Graf Kaunitz verächtlich. Narr! Dem Grafen Kaunitz gegenüber ſpricht man nicht von„Müſſen.“ Merke Dir das. Jetzt gieb mir meinen Muff.
Den Muff? fragte der Kammerdiener entſetzt.
Ja, Narr, den Muff, denn es iſt kalt und mich friert.
Der Kammerdiener warf einen jammervollen Blick zu dem Fenſter hin, auf welchem die helle Juniſonne brannte, und reichte dann mit einem Seufzer dem Grafen den großen Muff dar.
Kaunitz ſteckte ſeine beiden Hände tief hinein, und durchſchritt dann langſam die Gemächer, um ſich hinunter zum Wagen zu begeben, der in der großen Treppenhalle ſeiner wartete. Hinter ihm her ſchritt die große Dogge und dieſer folgten die beiden Kammerdiener und die Fri⸗ ſeure, welche jedes Mal den Grafen bis zum Wagen zu geleiten hatten, um ſogleich bereit zu ſein, wenn noch irgend Etwas an der Toilette ſich verſchieben möchte.
Der Graf, den großen Muff ängſtlich vor den Mund drückend, um nicht von der friſchen Luft, die durch die Halle fächelte, getroffen zu werden, ſtieg eilig in die Kutſche ein, als aber der Hund ihm folgen wollte, wehrte er ihn ſanft zurück.
Nein, Phädra, heut nicht! Zur Kaiſerin darf ich Dich nicht führen!
Der Wagen rollte von dannen, die Diener blickten ihm ſtumm eine Zeitlang nach, dann wandte ſich der erſte Kammerdiener mit einem ſcha⸗ denfrohen Lächeln zu ſeinem Genoſſen hin.
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