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Bündniß mit Oeſterreich ſchloß, laut genug, daß wir es in Wien hören
konnten, zu ſeinem Vertrauten ſagte:„die Lombardei iſt Mein. Ich ſan will ſie aber nur Stück für Stück wie eine Artiſchocke aufſpeiſen.“*) der Und mich dünkt, er hat ſich als ein guter Eſſer bewährt, und mehr iſ als eine der ſchönſten Landſchaften als wohlſchmeckendes Blatt der Arti⸗ ſa ſchocke Lombardei, zu deren Gärtner Oeſterreich ihn erkoren, aufgeſpeiſt. in Freilich hat dieſer große Gourmand ſeitdem ſeine Krone niedergelegt, 6 und ſein Sohn herrſcht jetzt an ſeiner Statt, ſein Sohn Victor Ema⸗ bn nuel, von dem der weiſe Lord Cheſterfield jüngſt in ſeiner Begeiſterung un geſagt hat:„der edle Victor Emanuel von Sardinien hat niemals ein ſa Unrecht begangen, begeht niemals eins, und wird niemals eins begehen.“ de Nun, ich meines geſtrengen Ortes bin durchaus einverſtanden, daß der der König von Sardinien alle erdenklichen Eigenſchaften habe, und, wäre ll nur die abominable Geographie und die italieniſche Liebhaberei für die ſch Artiſchocken nicht, ſo wäre Victor Emanuel ſogar und überdies noch ui ein ehrlicher Mann.**) Aber die Artiſchockenliebhaberei des edlen Kö⸗ un nigs von Sardinien iſt für uns eben ſo bedrückend und beängſtigend i wie der freundſchaftliche Händedruck der alliirten Seemächte, welche 4 8 uns mit dieſem Händedruck nicht blos ihre Häfen und Flüſſe ſperren, re ſondern uns auch auf unſere Kniee niederdrücken möchten, damit wir 9. fein demüthig ſie doch um die Fortdauer ihrer Freundſchaft erſuchen 1' möchten, einer Freundſchaft, die in nichts reel iſt, als in den Subſidien, gi die ſie uns zahlt, welche Subſidien in der ſtolzen und hochmüthigen bc Art, in welcher ſie gezahlt werden, eine neue Beleidigung ſind, und ſt mehr den Anſchein eines großmüthigen Geſchenks von einem reichen iſ
Gönner gewinnen, als einer ſtipulirten Leiſtung, die wir mit andern L
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Leiſtungen erwiedern. Oeſterreich aber iſt reich genug, um aller und w jeder Subſidien entbehren zu können, Oeſterreich iſt reich, iſt mächtig, al groß und herrlich genug, um nur Denen ſeine Freundſchaft und Allianz re bieten zu dürfen, welche ſolche Freundſchaft und Allianz als eine Ehre di erkennen und fordern und in ſolcher nicht bloß glauben die Gebenden, d
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*) Coxe. Vol. V. S. 80..
3**) Hormayr. Des Grafen Kaunitz eigene Worte. Hormayr Oeſterrei⸗ t
chiſcher Plutarch. Elftes Bändchen. 2


