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lich, verzeiht es den Lebenden, wenn ſie wiederholen, was der Mund einer Sterbenden geſprochen.
Was wollt Ihr damit ſagen? fragte Maximilian entſetzt.
Ich will damit ſagen, daß es die Frau Herzogin geweſen, welche Ew. Durchlaucht angeklagt. Sie hat es leider vor ſo vielen Zeugen gethan, daß es vergeb⸗ lich ſein würde, es abzuleugnen, unmöglich, es geheim zu halten.
Ja, ſie war immer eine alte Schwätzerin und Ver⸗ leumderin, ſagte Flora achſelzuckend. Sie hat alſo auch im Tode noch anklagen und verdächtigen müſſen, das begreift ſich.
Schweigen Sie, ſchrie der Herzog ihr zu, und Sie, Paſſy, erzählen Frau?
Sie. Was ſagte die unglückliche
Es war eine Viertelſtunde vor ihrem Tode, Durch⸗ laucht. Wir Alle, ihre Kammerfrau, ihre Pflegetochter, ihr Secretair, der Handelsmann Polizer, ich und zwei Lakayen umſtanden ihr Bett, als die Herzogin die Augen weit öffnete, uns Alle mit einem langen trau⸗ rigen Blick anſchauete und mit lauter deutlicher Stimme ſagte:„Das hat mir mein Sohn Max gethan!“— Ich faßte ihre Hand, von Angſt und Entſetzen ergriffen.


