Teil eines Werkes 
4. Abtheilung, Erzherzog Johann als Reichverweser : 2. Band (1863)
Entstehung
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Guſtav? fragte ſie. Wie? Trage ich etwa Beinklei⸗ der und ſehen Sie meine Schultern beſchwert von Männerkleidern? Nein, mein lieber Herr Herzog von Habenichts, Sie dürfen ſich beruhigen. Die Perſon, welche Sie hier ſehen, iſt nicht der Baron Guſtav, mit dem Sie nicht ſprechen wollen. Die Perſon iſt die ſchöne Flora Tſchaskalik, die Geliebte des Prinzen Max, die er aber recht bald zu ſeiner Gemahlin machen wird, mein lieber Herr Herzog und zukünftiger Schwa⸗ ger. Nun, mein theurer Max, nun antworte doch endlich Deinem Herrn Bruder, ſage ihm doch, wie ſich die Frau Herzogin Mutter befindet.

Ja, antworte mir, mein Bruder, ſagte der Herzog gebieteriſch. Wie befindet ſich unſere Mutter?

Nun, ich denke, ſie befindet ſich recht wohl, ſagte der Prinz, welcher jetzt ſeine Ruhe und ſeinen Gleich⸗ muth wiedergefunden zu haben ſchien. Ja, ſie befand ſich ſogar außerordentlich wohl, die liebe Frau Mutter, als ich ſie vor vierzehn Tagen verließ.

Seit vierzehn Tagen haſt Du ſie nicht geſehen?

Gewiß, ſeit vierzehn Tagen habe ich ſie nicht ge⸗ ſehen, denn ſeit dieſer Zeit befinde ich mich hier in Wien. Aber jetzt, mein Herr Bruder Ludwig, jetzt ſage mir, was es bedeuten ſoll, daß Du, wie Du