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Alſo Du glaubſt mir nicht? fragte eben der Prinz, indem er abermals laut zu lachen begann.
Nein, ich glaube Dir nicht, erwiederte ſie ebenfalls lachend. Was? Mich wollteſt Du hier in dem tollen, unvernünftigen Wien zur Göttin der Vernunft erheben laſſen und die Leute ſollten mich anbeten und mir einen Tempel weihen?
Ich ſage Dir, ſie ſollen's, rief er lachend. Haben ſie damals in der großen franzöſiſchen Revolution die Theroigne de Mérincourt als Göttin der Vernunft angebetet, ſo können ſie jetzt daſſelbe in der großen öſterreichiſchen Revolution für Dich thun. Du biſt ganz und gar dazu gemacht, die Göttin der Vernunft darzuſtellen, und das Wiener Volk wird entzückt von Dir ſein. Oh, ich ſage Dir, es wird bald ein wun⸗ dervolles Spektakelſtück hier aufgeführt werden, und der liebe Kaiſer Ferdinand, der ſo gerne Poſſen ſieht, wird bald von ſeinen lieben Wienern eine großartige Poſſe aufgeführt ſehen, nur daß er und die Seinigen diejenigen ſein werden, welche dabei die in einer Poſſe unvermeidlichen Schläge bekommen.
Du glaubſt alſo im Ernſt, daß der Spaß jetzt bald losgeht? fragte die Dame.
Ich glaube es nicht, ich weiß es. Gehöre ja mit Mühlbach, Erzherzog Johann. 4. Abth. II. 18


