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Nein, Guido, nein, Du wirſt hier in Wien bleiben, befahl Katharina ſtolz und ernſt.
Der junge Mann ſah ſie mit erſtaunten Blicken an. Wie? fragte er. Man will mir alſo verwehren, zu meinem Vater zu gehen? Der Graf Caſtiglioni iſt freii und ſein Sohn ſoll als Gefangener in Wien verbleiben müſſen, während ſein Vater nach Italien zurückkehrt?
Dein Vater kehrt nicht nach Italien zurück, ſagte
Katharina düſter, und auch Euer Vater nicht, meine Kinder. Es iſt den Gefangenen wohl die Freiheit geſchenkt, aber ſie dürfen nicht in ihr Vaterland zu⸗ rückkehren. Sie werden aus ihrem Gefängniß bis nach Trieſt geleitet und dort liegt ein Schiff bereit, das ſie nach Amerika führt. Du, Felicia, Du wirſt Deinen Vater dahin begleiten. Das iſt die Gnade, die ich mir heute morgen auf meinen Knieen von dem Kaiſer erfleht habe, und die er mir gewährt hat. Dein Vater iſt kränklich, der Tod Deiner Mutter hat ihn auf's Krankenlager geworfen, von dem er kaum erſtanden iſt. Er bedarf daher Deiner Pflege und Deiner Nähe.
Aber ich werde meine Schweſter Carmela doch mit mir nehmen? fragte Felicia, indem ſie das Kind


