kann
einen ickend. , und gefaßt ternich Kaiſer
envol, rungs⸗ nöthig
289
Ich kann nit, ich kann nit, ſtöhnte Ferdinand.
Aber es iſt nothwendig, daß Ew. Majeſtät den Fürſten Metternich verabſchieden und ihm ſagen, daß er nicht mehr Staatskanzler und Miniſter iſt, ſonſt wird er in ſeinem Hochmuth denken, daß er noch immer unentbehrlich iſt, und daß er unbehindert ſo weiter regieren kann, wie er bisher regiert hat!
Es wär' mir das Allerliebſte, wenn er das thät', rief Ferdinand haſtig, ja, das Allerliebſte, wenn er ſo weiter regierte, wie er regiert hat. Hätte dann gar keine Unbequemlichkeit, und es bliebe Alles hübſch or⸗ dentlich im Gange. Zudem hat mein Herr Vater mir ausdrücklich in ſeinem Teſtament befohlen, daß ich keine Neuerungen einführen, und daß ich den Fürſten Metternich als meinen beſten Freund betrachten und ihn in allen Dingen um Rath fragen ſolle.*)
Es kommt nun darauf an, ob Ew. Majeſtät ein gehorſamer Sohn, oder ein ſelbſtändiger Kaiſer ſein wollen.
Ich denk' halt, wenn ich ein guter Kaiſer ſein will, muß ich zuerſt ein gehorſamer Sohn ſein, ſagte Ferdinand gedankenvoll. Wie ſoll ich verlangen, daß
*) Schmidt: Zeitgenöſſiſche Geſchichten. S. 465. L. Mühlbach, Erzherzog Johann. 4. Abth. I. 19


