Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 3. Band (1862)
Entstehung
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er nach Parma kam, um der Kaiſerin die letzten Grüße und Geſchenke des Kaiſers zu überbringen, iſt er auch dort nicht angenommen worden. Da kam der gute treue Diener zu mir, und ich übernahm es, das Geheimniß von Schönbrunn dem Sohn des Kai— ſers zu melden, ich übernahm es, das letzte, das hei— lige Geſchenk des Kaiſers zu überbringen.„Wenn ich geſtorben ſein werde, hatte der Kaiſer wenige Stunden vor ſeinem Tode zu ſeinen Getreuen geſagt, wenn ich geſtorben ſein werde, ſo ſoll man von mei nem Haar abſchneiden, und es als letzten Gruß mei— nem Sohn und meiner vielgeliebten Gemahlin Marie Louiſe bringen.“ Sie gehorchten den Befehlen des Kaiſers, und Antomarchi und Marchand übernahmen es, dem Sohn und der Gemahlin das Haar zu über bringen. Antomarchi iſt in Parma abgewieſen worden, aber ich bin hier, ich bringe dem Sohn des Kaiſers den letzten Gruß von dem einſamen Grabe auf St. Helena, ich bringe ihm die Haarlocke von dem Haupte Napoleons.

Sie zog aus ihrem Buſen ein kleines Packet und reichte es mit leuchtenden Augen dem Herzog dar.

Eine Haarlocke meines Vaters, rief der Herzog erſchauernd, und von Rührung, von heiliger Ehrfurcht

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