Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 3. Band (1862)
Entstehung
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würden halt meinen, ich wollt' nur groß thun, und zu ſchauen geben, was mir der Herr Kaiſer Prächtiges geſchenkt hat. Und übrigens kann ich den Schmuck nit tragen, denn er gehört nit mehr mein, ich hab' ihn halt verſchenkt. Den koſtbaren Schmuck? Ei, Du liebe Ver ſchwenderin, an wen haſt Du ihn denn verſchenkt? An meine Söhnerin, Herr Hannes. Gleich wie der Herr Kaiſer ihn mir geſchickt hat, hab' ich ihn eingepackt in ein weiß Papier, hab's zugeſiegelt und oben drauf geſchrieben:„Für meine Söhnerin, an ihrem Hochzeitstage anzulegen.“ Aber, Du lieb Närrle, verwahrſt ſchon den Schmuck für die Frau Deines Sohnes zum Hochzeitsgeſchenk! Wo iſt denn aber der Sohn, für den Du die zukünf— tige Frau ſchon ſo reich beſchenkt haſt? Oh, ſagt ſie lächelnd und mit holder Verſchämt— heit; der Sohn iſt noch droben beim lieben Herrgott. Aber eines Tages wird er ihn mir ſchon ſchicken, den Sohn, damit ich ihn meinem lieben Hannes an's Herz legen kann, als ſein ſchönſtes und beſtes Glück. Doch horch, da fährt ſchon wieder ein Wagen vor! Jetzt muß ich fort. Leb' wohl, mein Hannes, leb' wohl! Die Gäſte kommen!