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Nur noch Einen Kuß, mein holdes Weib! Jetzt iſt's für heute zu Ende mit unſerem ſüßen Stillleben und unſerer ſchönen Einſamkeit. Die Gäſte kommen und wir müſſen eilen uns umzukleiden, ſie zu begrüßen und die Honneurs unſeres Hauſes zu machen. Geh, Annerle, ſüß Annerle, geh an den Putztiſch! Es iſt ja heut Dein Ehrentag, und Du mußt Dich alſo Deinen Gäſten im ſchönſten Schmuck zeigen.
Ja, das werd' ich auch, ſagt ſie ſtolz, werd' mich den Gäſten im ſchönſten Schmuck zeigen, wie's mir geziemt, als meines lieben Hannes Frau!
Was wirſt denn anziehen, Frau Hannes? Sag' mir's, mein Lieb'! Eins von den ſchweren Seiden⸗ kleidern, nit wahr, die Dir die Herzogin von Parma, die Marie Louiſe, zum Hochzeitsgeſchenk gemacht? Es waren gar herrliche Stoffe, mit Silber und Gold ge— ſtickt, die Dir meine liebe Nichte damals zum Präſent geſchickt, und es wär' wohl Zeit, daß Du endlich ein mal eins von den ſchönen Kleidern anlegteſt. Nicht wahr, heut läßt Du Dich ſehen in Deiner ganzen Pracht?
Ja wohl, ſagt ſie lachend. Aber die prächtigen Kleider von der Erzherzogin Marie Louiſe, die hab' ich nit mehr, die hab' ich den Mutter Gottesbildern
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