Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 3. Band (1862)
Entstehung
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Er küßt ihre Stirn, und wie er das holde Weib an ſeine Bruſt drückt, ſchaut er empor zu den beiden Bildern, die zwiſchen den Waffen über dem Divan hängen, und grüßt ſie mit frohem, lächelnden Blick.

Ihr meine beiden Schützen, Ihr verſteht mich, ruft er empor. Du, mein Ahnherr, Du gönnſt dem Urenkel ſein ſtilles Glück, denn Dein poetiſch Herz kannte auch der Minne Luſt und Leid. Und Du, mein Andres, Du würdeſt aufjauchzen vor Freud' und Luſt, wenn Du heut' bei mir wärſt und ſähſt mich glücklich und zufrieden nach ſo viel Kämpfen und ſo viel tiefem Weh. Oh, Ihr meine beiden Schützen, Du edelſter und Du getreueſter, wacht Ihr beide über unſerem Hauſe, laßt Euren Geiſt drin walten, und ſegnet uns mit Eurem Geiſt und Herzen!

Und während er zu den Bildern aufſchauend ſo zu ihnen geſprochen, hat Frau Anna leiſe die Zitter geholt, die ſie an der Fenſterniſche verborgen gehalten und jetzt mit friſcher heller Stimme, mit jubelndem Ton beginnt ſie zu ſingen:

In Brandhof, im Stübchen des Prinzen Johann von Oeſterreich,

Da hängen zwei ſchöne Bilder,

Sind wackern Männern gleich.

Mühld ach