Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 3. Band (1862)
Entstehung
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bin aber ein gut Eheweib, und da mein Mann beim ganzen lieben Steyermärk'ſchen Volk der Herr Hannes iſt, ſo bin ich die Frau Hannes, und alles Andere geht mich halt gar nix an. Siehſt, das hätt' ich dem Herrn Kaiſer geſagt!

Und hätteſt doch nicht ganz Recht gehabt, mein Annerle. Hier droben in den Bergen, da freilich kennt und ehrt Dich Jedermann, und die Frau Han⸗ nes wird verehrt und geliebt, als die Wohlthäterin aller Armen, der hülfreiche Engel aller Leidenden, die Tröſterin aller Unglücklichen.

Oh, Hannes, lieb' Hannes, mach' mich nit ſcham⸗ roth, ſagt ſie erglühend, lob' mich nit, ich verdien's ja gar nit. Hab' ja nichts aus mir ſelber, bin Alles nur durch Dich, und wenn was Gut's an mir iſt, ſo kommt's von Dir. Ja, mein Herr und mein Liebſter, von Dir hab' ich gelernt! Denkſt wohl, ich weiß es nit, daß alle Armen, alle Unglücklichen und Sorgen vollen ſich an Dich wenden, und daß ſie von Dir Hülfe und Troſt erhalten? Meinſt wohl, ich hab's nit gehört, wie oft Du ſelber hinein gehſt in die Hütten und zuſchaueſt, wie's d'rin ausſieht, und ob die Leut' auch nit Noth leiden, und ob die Kranken auch Pflege und Arznei haben? Meinſt auch wohl