Herrn“ erreicht hat. Wie traulich iſt's in dieſem Zimmer, wie heimelt's Einen an mit ſüßem Frieden und glücklicher Stille. Nichts iſt da von Prunk und überflüſſigem Luxus, Alles athmet Behaglichkeit, Ge— ſchmack und Zierlichkeit. Den Fußboden deckt ein warmer weicher Teppich, der jeden lauten Schritt dämpft, an den Wänden ſtehen Bücherſchränke mit ſchön gebundenen Büchern, in der einen Fenſterniſche hat der weite große Schreibtiſch von ſteyermärkiſchem Zirbelholz ſeinen Platz, er iſt ganz bedeckt mit Schrif ten und Papieren, mit Aktenſtücken und Briefſchaften, zwiſchen denen hier und da auch ein aufgeſchlagenes Buch liegt.
Vor dem Tiſch ſteht ein einfacher bequemer Lehn ſtuhl, und wenn der„Herr und Liebſte“ auf demſel— ben ſitzt, ſo kann er durch das helle klare Fenſter ge— rade hinein ſehen in das liebliche kleine Gärtchen, in deſſen Mitte auf einer Erhöhung zwiſchen moosbewach ſenem Geſtein ein ſeltener und ungewöhnlicher Blumen⸗ flor ſich befindet.
Es ſind keine Blumen, wie man ſie in niedrig belegenen Gärten, in künſtlichen Treibhäuſern findet, es ſind Pflanzen und Blüthen, die nur auf den Alpen gedeihen, die nur wachſen unter Schnee und Eis und


