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Freier ſind gekommen, gar reiche vornehme Freier darunter, die eigens aus Wien gekommen ſind, um das ſchöne Annerle zu werben. Sie haben ihr ein glänzendes Leben, vornehme Titel,
Reichthum und Glanz angeboten,
ſie haben die arme Poſthalters⸗ Tochter zu ihrer rechtmäßigen Gemahlin begehrt. Aber das Annerle hat zu ihnen geſagt: ich mag keinen Freier, den mir der Fürſt Metternich ſchickt, ich bleib in den Bergen und will keine vornehme Dam' ſpielen. Dank ſchön für die Ehr'.
Verſucher ſind gekommen und haben ihr gedroht mit dem Zorn des Kaiſers, wenn ſie es wagen ſollte, den Erzherzog Johann zu lieben und ihn heirathen zu wollen. Das Annerle hat geantwortet: was kümmert mich der Erzherzog Johann! Den kenn' ich nit und frag' nix nach ihm. Ich kenn' und dem bleib' ich treu mein L möcht' wohl wiſſen, verbieten wollt'.
nur meinen Hannes eben lang. Und ich wie mir der Herr Kaiſer das Hab' keine Furcht vor des Kaiſers Zorn. Was kann er mir halt auch thun? Der Vater iſt ein gar rechtlicher und geſchickter Mann, ehrlich und treu, und der Kaiſer kann ihm halt nit ſein Amt nehmen. Und mir? Möcht' wohl wiſſen,
was der große Kaiſer der kleinen Anna P
lochl thun könnt'?


