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Ich danke Dir, mein Sohn, ich danke Dir, flüſterte ſie unter zärtlichen Küſſen. Du haſt mir das Glück meiner Zukunft geſichert.
Aber ich habe für meinen lieben Oncle Johann doch nichts thun können, ſeufzte der Knabe, indem er ſich der Umarmung ſeiner Mutter entzog und zu dem Erzherzog hintrat, der ſich in die Fenſterniſche zurück— gezogen hatte und ſinnend das von der Hand des Kaiſers unterzeichnete Papier betrachtete.
Lieber Oncle Johann, ſagte der Knabe innig und leiſe, Dich wollt' ich glücklich machen, um Deinetwillen habe ich den Grafen Neipperg zum Stiefvater ange⸗ nommen, und nun habe ich doch gar nichts für Dich erreicht.
Doch, mein theurer Knabe, Du haſt viel für mich erreicht, ſagte der Erzherzog, den Prinzen in ſeine Arme emporhebend. Du haſt mir einen neuen Beweis Deiner Liebe gegeben, und das iſt ein köſtliches Ge— ſchenk, das ich niemals vergeſſen werde. Du haſt mir aber auch außerdem viel genützt, denn Du haſt mir die ſchriftliche Einwilligung des Kaiſers zu meiner Verheirathung verſchafft. Ich werde alſo den Kaiſer nicht mehr um dieſelbe zu bitten haben. Ich werde nur noch zwei Jahre zu warten haben, bis ich meine


