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und es iſt kein Verdienſt weiter, wenn ich ſie gut ſpreche.
Nun, nun, mein ehrgeiziger Gelehrter, ſagte der Kaiſer, es iſt halt auch nit ohne Verdienſt, wenn man ſeine Mutterſprach' richtig ſprechen kann, und alſo ſagen's uns mal ein recht hübſches deutſches Gedicht.
Der Knabe verneigte ſich und mit ſeiner lieblichen melodiſchen Stimme, mit tiefem Verſtändniß und vollkommen richtiger Declamation begann er ſodann Schiller's Kraniche des Ibicus vorzutragen.
Nicht ein einziges Mal während der ganzen De⸗ clamation ſtockte er, nicht ein einziges Mal verfehlte er den richtigen Ausdruck, ſchlug ſeine Stimme einen falſchen Ton an, ſondern immer mit bewunderungs⸗ würdigem Verſtändniß folgte ſein Vortrag dem In⸗ halt des Gedichtes.
Bravo, bravo, riefen der Kaiſer und die Kaiſerin in die Hände klatſchend, als er geendet hatte. Ein glückliches Lächeln überſtrahlte ſofort das Angeſicht des Prinzen, und er verneigte ſich tief, wie er es vielleicht von den Schauſpielern geſehen, wenn das Publikum ihnen applaudirte.
Nun, mein Franzli, rief die Kaiſerin, da Du ein


