Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 2. Band (1862)
Entstehung
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und dem Kaiſer Alles wiederſagen, was Du gehört haſt? Oh, ich weiß es wohl, mein Sohn liebt mich nicht, er kann es mir niemals vergeben, daß ich nicht mit ihm ſeinem Vater nach Helena gefolgt bin, und es wird ihn freuen, ſich jetzt an mir zu rächen, und den Zorn des Kaiſers auf mich zu ziehen.

Oncle, rief der Knabe mit blitzenden Augen und mit einem zürnenden, flammenden Blick auf ſeine Mutter, Oncle, glaubſt Du das von mir?

Nein, mein Kind, nein, mein lieber kleiner Franz, ich glaube das nicht von Dir, ſagte Johann, indem er den zürnenden Knaben zu ſich heranzog, und ihn umarmte. Nein, ich weiß, daß Du mein treuer Freund biſt, daß wir Beide uns herzlich und zärtlich lieben, und ſchon Manches deshalb erduldet haben. Du verräthſt uns nicht, und wenn Du es vermagſt, wirſt Du uns helfen!

Sie hören es, Mama, ſagte der Prinz ernſt und

Nein,

kalt. Ich bin kein Verräther, ich mache es nicht, wie die Marſchälle es mit meinem Vater gethan haben, ich verlaſſe meinen großen edlen Freund nicht im Unglück.

Aber Du verläſſeſt mich, Deine arme Mutter? fragte die Herzogin traurig, indem ſie dem Sohn ihre