mit dem weidenden Vieh und den einſamen Senn— hütten, und auf den großen See, der wie flüſſiges Silber zu ſeinen Füßen liegt.
Oh, flüſtert er leiſe, und mit ſchmerzlichem Seufzen, das iſt der heilige Gottesfrieden der Schöpfung. Ich will ihn einathmen mit allen Sinnen, und mit aller Inbrunſt meines Herzens. Vielleicht, daß er meine kranke Bruſt geſund macht, und mich heilt von allen meinen Wunden! Nimm mich auf, gütige allheilende Mutter Natur, nimm mich auf in deine heiligen Kreiſe, und gieb mir wieder, was mir die Welt ge— nommen hat, gieb mir meinen Frieden wieder.
Er neigt demuthsvoll ſein Haupt auf ſeine Bruſt,
und ſteht lange ſo da, in ſich verſunken, gedankenvoll.
Auf einmal dann hebt er das Haupt empor, und ſchüttelt es trotzig, als wollt' er all die Sorgen und Schmerzen verjagen, die es wie giftige Inſecten um— ſchwirren, ſein bleiches Antlitz nimmt einen kühnen und entſchloſſenen Ausdruck an, und er zwingt ſeine ſchmerzlich zuckenden Lippen zu einem Lächeln.
Die Welt liegt hinter mir, ſagt er leiſe, und auch ihre Schmerzen ſollen hinter mir liegen. Fort mit ihnen! Ich bin ein Steyermärkiſcher Jägersmann,
und will nichts ſein als das! Fort mit den Sorgen!
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