Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 1. Band (1862)
Entstehung
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als daß ich es zugeben dürfte, den größten Publiciſten als einen Poltron endigen zu ſehen. Gentz, im Namen des Vaterlandes, im Namen der Fürſtenthrone, die wir Beide vertheidigen, im Namen der Ordnung, des Geſetzes und der wahren geiſtigen Freiheit fordere ich von Ihnen, daß Sie ſich aufrichten, daß Sie dieſen lächerlichen Drohbrief verachten, wie ich ihn verachte, daß Sie dieſe Krankheit kindiſcher Todesfurcht unter Ihre Füße treten und wieder der tapfere Mann ſind, der mit ſeiner Feder für die Fürſten und die Throne kämpft, wie nur je ein Held mit ſeinem Schwert für ſeinen Fürſten gekämpft hat. Gentz, richten Sie ſich auf, ſeien Sie wieder Sie ſelber!

Ich will es, ſagte Gentz, ja, ich will es. Ich fühle auch ſchon, wie die Wolken von meiner Stirn fortziehen. Ihre Nähe, Durchlaucht, hat die Geiſter der Finſterniß gebannt, welche mich heimſuchten. Wenn ich Ihr ſchönes Geſicht anſchaue, fürchte ich den Tod nicht, fühle ich mich wieder erſtarken zu freudigem Wollen und Vollbringen. Ja, ich will mich aufraffen! Aber wenn ich nur wüßte, von wem der abſcheu⸗ liche Brief wäre? Er trägt kein Poſtzeichen, keinen Stempel, ein unbekannter Menſch hat ihn vor einer Stunde an meinen Bedienten abgegeben und geſagt,