Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 1. Band (1862)
Entstehung
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292 ſeinen ſeidenen, mit koſtbarem Zobel verbrämten Pelz feſter um ſeine kleine gedrungene Geſtalt zuſammen ſchlagend, ſchob er den Riegel zurück, und öffnete vorſichtig und langſam die Thür.

Fürſt Metternich, in voller Uniform, die Bruſt mit Orden geſchmückt, trat herein, und ſein ſchönes lächelndes Geſicht, ſeine feine geſchmückte Geſtalt bildete einen ſeltſamen Contraſt zu dem bleichen düſtern Geſicht, dem vernachläſſigten Anzug des Hof raths Gentz.

Wie, mein Freund? rief Metternich erſtaunt. Noch nicht angekleidet? Noch im Schlafrock? Es iſt alſo wirklich wahr, was mir Ihr Kammerdiener ſagte? Sie ſind wirklich leidend? Sie ſind krank, wollen heute nicht ausgehen? Wollen Ihre Thür vor Jedermann ſchließen? Haben ſtrenge Ordre gegeben, daß Ihnen Niemand gemeldet wird? Wiſſen Sie, mein Freund, ich beneide Sie! Ihr Kammerdiener iſt ein Muſterexemplar von einem Diener. Ich konnte ihn durchaus nicht bewegen, mich anzumelden. All mein Bitten, mein Schmeicheln, ſogar mein Drohen war umſonſt! Er blieb dabei: der Herr Hofrath ſind todtkrank, leiden fürchterlich an Kolik, und ich habe ſtrengen Befehl, ihm Niemand zu melden. So blieb