278 die ihnen gebührende Macht und Souverainetät zu befeſtigen. Ich bin ein Kaiſer von Gottes Gnaden, und will es bleiben, und ich nenne diejenigen Hoch⸗ verräther und Verbrecher, welche es wagen wollen, meine abſolute Gewalt zu ſchwächen und zu mindern, um dem Volk zu geben, was mir gehört. Ich haſſe die Revolution und werde ſie verfolgen mit aller Strenge des Geſetzes, ich verabſcheue die Conſtitutio⸗ nen, und wer ſie mir darzubieten wagt, der iſt ent weder mein Feind, den ich bekämpfen, oder ein Ver rückter, den ich einſperren muß, um die allgemeine Sicherheit nicht durch ihn gefährden zu laſſen. Ich haſſe die ſogenannte freie Preſſe, denn ich kenne das Literatengeſindel, das nur darum wider uns ſchreit, weil wir es nicht bezahlt haben, damit es für uns ſchreie, oder welche nur ſchreien, damit wir ſie be zahlen ſollen. Es wär' aber zu theuer, alle dieſe heißhungrigen Kerle zu bezahlen, damit ſie ſchweigen und kein Gift ausſpritzen, man muß ihnen den Mund ein für alle Mal ſo ſicher verſtopfen, daß ſie nimmer wieder ſchreien und belfern können, ſondern fein ſtill und ruhig an der Kette liegen, wie es anſtändigen wohlgezogenen Hofhunden geziemt. Gehen's alſo, Herr Fürſt, gehen's nach Carlsbad und verabreden’s
Teil eines Werkes
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 1. Band (1862)
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