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Herr Fürſt, ſagte er mit vollkommen kalter, ruhi ger Stimme, Herr Fürſt, Sie haben die Anklage des Herrn Erzherzogs gehört, vertheidigen Sie ſich! Da ich den Kläger angehört, will ich auch die Erwiderung des Beklagten hören. Antworten Sie alſo! Verthei⸗ digen Sie ſich!
Metternich's Herz ward auf einmal wieder ruhig und ſanft, der Moment der Entſcheidung war da, mußte entweder jetzt für immer ſtür
er zen oder für immer ſeine Macht befeſtigen. Und darum mußte auch Er thun, wie es der Erzherzog gethan: er mußte Alles wagen, um Alles zu gewinnen. Wollte der Kaiſer ihn prüfen, gab er den Ideen und Wünſchen Johann's nach, ſo war Metternich ohnedies verloren, ſchwankte Franz noch, ſo konnten Metternich's Worte ihn viel— leicht halten, war er entſchloſſen, ſeinem Bruder zu widerſtreben, ſo mußte er als treueſten Diener und Schildträger ſeinen Miniſter neben ſich begrüßen.
Vertheidigen Sie ſich! wiederholte der Kaiſer noch einmal, als Metternich immer noch ſchwieg.
Majeſtät, ſagte er jetzt, und ein wunderbarer lichelnder Friede verklärte jetzt das ſchöne Angeſicht Metternich's, Majeſtät, ich kann mich nicht vertheidigen, kenn die Worte und die Beſchuldigungen des Herrn Mühlbach, Erzherzog Johann. I. 18


