Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Erzherzog Johann und der Herzog von Reichstadt : 1. Band (1862)
Entstehung
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ſchaft ſeines Vorgeſetzten hat den Armen zur Ver⸗ zweiflung getrieben, und aus der Hölle, die man ihm bereitet, konnte er ſich nur durch ein Verbrechen erlöſen.

Fürſt Metternich hatte der glühenden Rede des Erzherzogs mit lächelnder Ruhe zugehört. Ah, ſagte er, während Johann ſprach, zu ſich ſelber, der gute Prinz läßt mir nichts zu thun übrig. Er beſeitigt ſich ſelber und von dieſer Stunde an werde ich ſeinen Einfluß auf den Kaiſer nicht mehr zu fürchten haben, denn er zerſtört ihn eben ſelber, und macht ſich ganz unmöglich. Es bleibt mir nur noch übrig, die Lunte an die Pulvermine zu bringen, welche der geſchwätzige liebe Erzherzog da um ſich herum gelegt hat, und er fliegt mit all ſeinem Einfluß und ſeinem gefährlichen Liberalismus in die Luft, jedenfalls wenigſtens auf längere Zeit aus Wien hinaus und in die Verban nung hinein. Jetzt iſt's an der Zeit, meine Lunte zu gebrauchen.

Er wandte ſich, als Johann jetzt ſchwieg, mit einem ſanften Lächeln zu ihm hin. Ey. kaiſerliche Hoheit haben ſicherlich Recht, ſagte er, die Feindſchaft und der Haß des Majors laſtete ſchwer auf dem

armen Fähndrich, und ſie war es vielleicht, die ihn Mühlbach, Erzherzog Johann. I. 17