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möge ſein Name gebrandmarkt, möge er von Gott zeichnet werden zum abſchreckenden Beiſpiel für Menſchen, zum—*)
Schweigen Sie, bat Johann. Ueberlaſſen wir d Strafe Gott und ſeinem Gewiſſen. Ich will keine Rache an ihm üben, ihm nicht fluchen, denn ein Engel hat für ihn meine Verzeihung angefleht, und ich habe ſie zugeſagt. Ein Engel, den er geopfert, wie er uns geopfert hat. Wiſſen Sie, wer der Engel war?
Camilla, flüſterte Hormayr. Ich ahnte es wohl, daß Ew. Hoheit Sie liebten.
Ja, ich liebte ſie, und ſie ſtarb aus Liebe zu mir, aus Gram um ihn, und um mich. Obh, beklagen Sie mich nicht, es giebt Schmerzen, die zu heilig ſind, als daß auch nur die Hand eines Freundes ſie berühren
*) Dieſer Wunſch Hormayrs ging in Erfüllung. Roſchmann, von dem alle Welt wußte, welche Verrätherrolle er geſpielt hatte, ward, trotzdem daß er ſich fortgeſetzt der Gnade des Kaiſers er freute und glänzend befördert ward, doch von aller Welt gemie den und geflohen, und als wolle Gott ſelber ihn zeichnen, ver dorrte[hm die rechte Hand, die er einſt zum falſchen Zeugniß wider ſeine Freunde aufgehoben. Von der allgemeinen Verach tung getroffen, mußte er endlich ſeine Dienſtentlaſſung nehmen, lebte im Stillen jüdiſchen Geldſpeculationen, war darin unglücklich, fiel darob in partielle Geiſteszerrüttung, in welcher er 1818 in Wien ſtarb. Siehe: Lebensbilder II. 450.
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