Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Erzherzog Johann und Metternich : 3. Band (1860)
Entstehung
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Richtig, da ſitzt ein Prieſter in meinem Wagen, ſagte der Major, ſich vergnügt die Hände reibend. Nun wird alſo Numero Vier ſich wenigſtens über⸗ zeugen können, daß ich es durchaus nicht ſcheue, ihm einen Beichtvater zu ſchicken, und wenn er ſtirbt, ſo werde ich an dem Prieſter einen unparteiiſchen Zeugen haben. Ah, da hält der Wagen unten am Thor! Mir wird ganz leicht und frei zu Muth, nun der Prieſter kommt.

Fünf Minuten ſpäter riß Thomas die Thür auf und meldete dem Herrn Major, daß der Herr Diaco nus zu ſeinem großen Bedauern nicht ſelbſt habe kom men können, da er ſchon ſeit vier Tagen bettlägerig ſei; es ſei aber zum guten Glück gerade ein alter Ju⸗ gendfreund, der in Oberöſterreich eine Pfarre habe, bei ihm zum Beſuch anweſend, und der wolle jetzt die Güte haben, den Herrn Diaconus bis zu ſeiner Gene⸗ ſung in ſeinem Amte zu vertreten. Dieſer Pfarrer, der zugleich ein geweiheter Prieſter ſei, könne daher ſehr wohl ſtatt des Herrn Diaconus die Beichte des kranken Gefangenen anhören, und deshalb habe Thomas ihn mit heraufgebracht.