Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Erzherzog Johann und Metternich : 3. Band (1860)
Entstehung
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heiteres Liedchen zu ſingen begann. Freilich verſtand der gute Major die Worte nicht, denn es war, wie der Baron es ihm verkündet hatte, ein lateiniſches Trinklied vom alten Virgil, aber die Melodie war ſehr reizend, und der Baron ſang ſo hübſch und kräf tig, daß der Major doch mit Freuden zuhörte.

Auch Numero Vier ſchien aufmerkſam zuzuhören, aber— er verſtand das ſchöne lateiniſche Trinklied, und wenn es auch nicht gerade ein Gedicht des alten Virgil war, ſo waren die Worte für Hilbert doch auch von beſonderem Reiz, obwohl ſie weder im gehörigen Rhythmus, noch auch im poetiſchen Maaß eines Liedes abgefaßt waren.

Die Worte, die der Baron nach der Melodie des Integer vitae ſang, lauteten aber zu deutſch: „Werden Sie dieſe Nacht noch heftig krank, klagen Sie über Schmerzen, laſſen Sie Ihr Uebel immer heftiger werden, ſchmeißen Sie den Arzt zur Thür hinaus, und begehren Sie übermorgen einen Beicht vater!“

Das Lied klang ſo vortrefflich, daß Hilbert, eben als der Baron ſeine letzte Strophe geſungen, von ſeinem Sitz aufſprang, ſein Glas erhob, und mit dem Baron anſtoßend mit lauter Stimme die letzte Strophe