Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Erzherzog Johann und Metternich : 3. Band (1860)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

20

in ein lautes höhniſches Lachen ausbrach und ſich ver⸗ gnügt die Hände rieb.

Und worin beſtehen dieſe überzeugenden Beweiſe? fragte Metternich.

Zuerſt habe ich hier die Papiere des Erzherzogs, die er, auf meinen dringenden Rath, einer Perſon, der er glaubte unbedingt vertrauen zu dürfen, zur Auf⸗ bewahrung übergab.

Dieſe Papiere enthalten Wichtiges?

Ja, Excellenz, denn ſie geben den unwiderleglichen Beweis von der oppoſitionellen Stellung des Erzher⸗ zogs zu ſeinem kaiſerlichen Bruder. Es ſind einzelne Aufſätze, Memoires und Denkſchriften über die Zuſtände Oeſterreichs und ich verſichere Sie, daß der Erzherzog darin ein ſehr ſcharfer Kritiker des Kaiſers iſt, und mit ſchneidendem Tadel und beißender Ironie ſeine

Fehler und Mißgriffe rügt. Hätten dieſe Arbeiten

einen gewöhnlichen Sterblichen und nicht einen Erz⸗ herzog zum Verfaſſer, ſo würde man ihm den Prozeß darüber machen, und ihn wegen Hochverraths ein paar Jahre auf eine Feſtung bringen. Außerdem enthalten dieſe Papiere die geheime Correſpondenz des Erzherzogs mit ſeinen Freunden, und es iſt anzuerkennen, daß der Herr Erzherzog von ſeinen eigenen Briefen immer Ab⸗

ſchrift wie ein wird d der w erhalte Cnerg Freun ſpricht er ſic verſich licher mächt um ih

2

da ge muß haben