Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Erzherzog Johann und Metternich : 2. Band (1860)
Entstehung
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Sie geht in den Tod, wimmerte Frau Wallner hinter der Enteilenden her, oh ich unglückliches Weib, ich verliere meinen Mann, die Buben, und nun auch noch das Mädel! Und Alles für Tyrol, und Alles umſonſt, denn Tyrol iſt doch zu Grund gegangen und wir ſind All' umſonſt in's Unglück und Elend gekommen!

Und der Feind wüthet im Land, wie ein rechter Blutrichter und Henker, ſagte Siebermeier ingrimmig, ganze Dorfſchaften ſteckt er in Brand, wenn er meint, daß da ein Flüchtling verborgen iſt; hohe Kriegsſteuern ſchreibt er aus, die nit zu erſchwingen ſind, und wenn's Geld nit da iſt, läßt er's Vieh forttreiben, und pfändet die Wirthſchaft aus. Nichts als Wehklag' und Jammer dringt durch die Thäler hin, und das iſt der blutige Gewinn für all unſer Kämpfen und Ringen.

Die Thür öffnete ſich eben, und Eliſe kehrte zurück, aber nicht in ihren Mädchengewändern, ſondern in der Tracht eines Tyroler Bauernburſchen.

Herr Gott, ſie hat die Sonntagskleider von ihrem Bru der Wilm angezogen, rief die Mutter mit einem ſchmerzlichen Lächeln, und wie ſie ihr paſſen, als wenn er's ſelber wär'!

Jetzt, Siebermeier, ſagte Eliſe, ihm die Hand ent D

gegenſtreckend, jetzt gebt mir den Paß. er Mond

geht auf, ich muß fort.