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Nein, rief Eliſe heftig und mit erglühenden Wan— gen, ich lieb' ihn nit! Ich hab' meine Lieb' eingeſargt in meinem Herzen, und da ruht ſie wie eine Reliquie im Heiligenſchrein, ich denk' wohl an ſie, ich bet' zu ihr, aber ich hab' keine unheiligen Gedanken, und keine ſündigen Wünſche. Ich freu' mich, daß mein' Elza ſo glücklich iſt, gewiß ich freu' mich und dank' Gott dafür. Aber wie kann ich denn heiter ſein und lachen, Mutterle, ſo lang mein herzlieber Vater nit daheim
iſt? Wie ein Verbrecher muß er ſich verſtecken, wie
ein wildes Thier hetzen ſie ihn umher, und immer iſt er in Gefahr, und immer müſſen wir in Sorge um ihn ſein. Und ich kann nichts für ihn thun, kann ſeine Gefahren nit mit ihm theilen, nit bei ihm ſein in der ſchrecklichen Einſamkeit da droben auf der Alp, muß meine Hände in den Schooß legen, und Alles ruhig geſchehen laſſen, kann nichts thun, und nichts helfen, bin Niemanden etwas nütze, nicht dem Vater, nicht den Brüdern, und nicht Dir, mein Mutterle! Dem Vater und den Brüdern kann ich nicht helfen, Dich kann ich nicht tröſten und aufrichten, denn ich bin ſelber ohne Troſt und ohne Hoffnung, und darum gräm' ich mich, und darum wollt' ich— Was war das, Mutter, hat's
da nit an die Fenſterlade geklopft?
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