Die Soldaten traten zurück, der Kutſcher hieb auf die Pferde ein.
Da drängte ſich raſch Cajetan Döninger heran, und winkte dem Kutſcher anzuhalten.
Ich muß mit, ich gehör' ja zu ihm, ſagte er, die Seitenleiter des Wagens erfaſſend, um ſich hinaufzu— ſchwingen..
Nein, nein, rief der Schließer, herbeieilend. Ihr irrt Euch, Ihr ſeid ja frei!
Döninger, immer noch ſich am Wagen feſthaltend, ſchaute zu ihm um. Wie lautete die Ordre?
Sie lautete ausdrücklich: der junge Menſch iſt frei, er kann gehen, wohin er will!
Nun alſo, ſagte Döninger, ſich behend auf den Wagen ſchwingend, nun alſo, der junge Menſch will nach Mantua gehen mit Andreas Hofer! Vorwärts, Kutſcher, vorwärts!
Der Kutſcher hieb auf die Pferde ein, und fort rollte der Wagen nach Mantua hin.*)
*) Der Prieſter Donay, der Andreas Hofer, wie man allge⸗ mein behauptet, an die Franzoſen verrieth, ward bald nachher durch ein eigenes Dekret Napoleons zum kaiſerlichen Kaplan beim heiligen Hauſe zu Loretto ernannt, und erhielt außerdem beträcht⸗ liche Schenkungen an Geld und Land. Hormayr bezeichnet ihn geradezu als den Verräther und Angeber Andreas Hofer's. Siehe:


