Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Erzherzog Johann und Metternich : 2. Band (1860)
Entstehung
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kamen von nah und fern, um Theil zu nehmen an der heiligen Proceſſion, um Theil zu nehmen an den frommen Gebeten für das Wohl des Landes!

Unter Denen, die aus der Ferne die Straße nach Brixen dahin wanderten, befand ſich auch ein Mönch von ſeltſam martialiſchem, kühnem Ausſehen. Seine hohe, breitſchultrige Geſtalt hatte eine vollkommen militairiſche Haltung, ſein langer wohlgepflegter rother Bart und der in kühnen Locken ausgeſchweifte Bart der Oberlippe paßten wenig zu der Tonſur, die, von dünnen röthlichen Locken umgeben, von ſeinem Haupt erglänzte, und eben ſo wenig paßte dazu die breite rothe Narbe, die quer über ſein ſonnenverbranntes kräftiges Angeſicht hinlief, und der helle trotzige Blick ſeiner Augen, die viel mehr Kühnheit und Trotz, als Demuth und Frömmigkeit verriethen. Sein braunes Kapuzinergewand hatte er mit dem Gürtel hoch auf— geſchürzt und unter demſelben hervor kam ein kräftiges Bein, das der weichlichen Sandalen zu ſpotten ſchien, welche die breiten mächtigen Füße des Mönchs bedeckten. In ſeiner Hand hielt er einen langen braunen Stab, der an ſeiner obern Spitze mit einem aus Holz ge⸗ ſchnitzten Bildniß des heiligen Franciscus geſchmückt war, und dieſen Stab trug der Kapuziner nicht um

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