Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Erzherzog Johann und Metternich : 2. Band (1860)
Entstehung
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Leb' wohl, Anton Steeger, ſagte er, bald ſollſt Du von mir hören.

Dann drückte er dem Pferd die Sporen in die Weichen und ſprengte von dannen, hinaus in den ſon⸗ nigen Morgen, dahin auf der Landſtraße, die durch das Puſterthal dahin führt.

Sein Röſſel kannte den Weg gar wohl, Andreas Hofer hatte nicht nöthig es zu lenken, er konnte es ruhig dahin traben laſſen, konnte ungeſtört ſeinen Ge⸗ danken und Plänen nachhängen.„Er fühlte, und wußte nur das Eine, daß ſein„liebes Landel“ in Gefahr ſei, und daß es ſeiner bedürfe.

Ob ich's retten kann, weiß ich nit, ſagte er ſtill vor ſich hin, aber daß ich ihm nicht davon laufen darf, das weiß ich. Verbergen aber will ich mich ſo lang es Noth thut, und will mich vorbereiten in Andacht und Gebet. Vorwärts, mein Röſſel, vorwärts. Und vorwärts ging es das Thal entlang, über die Höhen dahin. Tiefe Stille herrſchte ringsum, es war noch früh am Morgen, die Straße war öde und leer, und ungeſtört konnte Andreas ſich ſeinem Sinnen über⸗ laſſen, und ſeine Pläne entwerfen. Auf einmal indeß ward er in ſeinen Gedanken durch das Heranrollen

eines Wagens unterbrochen, der auf der Straße ihm Mühlbach, Andreas Hofer. III. 3