Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Erzherzog Johann und Metternich : 1. Band (1860)
Entstehung
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allein gehen; ich bin es gewohnt, allein zu gehen, und ich muß es als ein ſeltenes Glück anerkennen, wenn ich zufällig auf meinem einſamen Wege dem Kaiſer, den die Welt meinen Gemahl nennt, begegnen kann. Leben Sie wohl, Ew. Majeſtät. Auf Wiederſehen morgen beim Dejeuner.

Sie grüßte den Kaiſer mit einem ſanften, trauri⸗ gen Lächeln, und verließ ſchwebenden Ganges, ſchön und glänzend, und doch in ihrer Schönheit und ihrem Glanze ſo unendlich leidvoll, das kaiſerliche Cabinet.

Hat die Frau eine Leidenſchaft Einen zu ſeckiren und Sticheleien zu ſagen, murmelte der Kaiſer achſel— zuckend. Will durchaus geliebt ſein! Iſt ihr nicht ge— nug, daß ſie durch mich Kaiſerin, möcht' auch durchaus noch meine geliebte Gemahlin werden. Ich kann aber doch halt nit dafür, daß ich ſie juſt nit ſo ausbündig lieben kann! Sie iſt Kaiſerin und Stiefmutter von zehn Kindern, damit muß ſie zufrieden ſein. Sie ſehnt ſich nach Mutterglück, wie ſie's nennt. Der Himmel bewahr' mich aber vor mehr Vaterglück, als ich ſchon hab'! Es iſt grad' genug! Wird ſchon Müh' genug koſten, all die Erzherzoge und Erzherzoginnen anſtän dig und paſſend zu vermählen. Es finden ſich nicht alle Tag' ſolche großmächtige Kaiſer, wie die Marie