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von Tettenborn. Man wäre verſucht, Beides für erdichtet zu halten, und an eine Myſtification zu glauben.
An einen untergeſchobenen Prinzen, nicht wahr? fragte der Kaiſer. Sagen's doch, Herr von Tettenborn, waren keine Zeugen bei der Entbindung der Kaiſerin anweſend?
Im Gegentheil, Majeſtät, es gab da ſehr viele Zeugen. Der ganze weibliche Hofſtaat der Kaiſerin, dann ſämmtliche Miniſter des Kaiſers, und die drei Aerzte der Kaiſerin.
Sie ſehen wohl, daß da an eine Myſtification nicht zu denken, und daß die Sache ganz natürlich zugegangen iſt, ſagte der Kaiſer, ſich an ſeine Gemahlin wendend. Aber ſagen's doch, Herr Courier, drei Aerzte waren bei der Entbindung zugegen? Die Kaiſerin hat alſo wohl ſehr viel gelitten?
Leider, Majeſtät, ſie hat vierundzwanzig Stunden lang gelitten, und ihren Gemahl zur Verzweiflung ge— bracht. Zuletzt glaubte man gar nicht mehr an ein glückliches Ende dieſer Qualen, ja, ſogar zwei der Aerzte begaben ſich zu dem Kaiſer, um ihm ihre wiſſen⸗ ſchaftliche Ueberzeugung über dieſen Fall mitzutheilen, und zu erklären: Die Frau Kaiſerin werde niemals im Stande ſein, ein Kind zur Welt zu bringen.*)
*) Mémoires du Duc de Rovigo. Vol. V.
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