Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Andreas Hofer : 1. Band (1859)
Entstehung
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wird ſichtbar, dort wieder eine, und noch eine, der Mond beleuchtet ſie alle, die Leichen der armen Flücht⸗

linge, die ſich losgetrennt von der Armee, und ge glaubt haben, dem Tod zu entfliehen, wenn ſie dem Elend an der Bereſina entflohen waren, die geglaubt haben, ihre Kräfte und ihr Brod reichten aus bis nach Wilna hin, nach Wilna, wo die großen Magazine der franzöſiſchen Armee lagen.

Der Mond beleuchtet ſie alle, die Leichen der ar men Flüchtlinge, die auf dem Wege erſtarrt, vor Kälte und Erſchöpfung ermattet und hingeſunken ſind, um nimmer wieder aufzuſtehen. Der Mond hat ihre Sterbeſtunde geſehen, der Sturmwind hat auf ſeinen Flügeln ihre letzte einſame Todesklage gen Himmel getragen, der Schnee hat ihnen den letzten Liebesdienſt erwieſen, und ihnen die Augen zugedrückt mit ſeinem kalten Leichentuch.

Aber der Sturmwind, der das Leichentuch wie⸗ der emporgehoben, trägt jetzt den Geruch der Ver⸗ weſung durch die Luft dahin, weit, weit dahin über die Ebene bis hinein in den dichten ſchwarzen Tannen⸗ wald dort hinten am Horizont. Und jetzt hört man aus dem Walde daher ein gräßlich Heulen und Jauch zen und auf der Schneefläche vor demſelben zeigen ſich